Forschen für die Antriebe von morgen

Die Initiative "Innovative Fahrzeugantriebe Berlin-Brandenburg" will neue Forschungs- und Entwicklungsprojekte für die Antriebe von morgen anstoßen. Dazu werden die Akteure in der Region vernetzt und haben die Chance, ihr Know-how in gemeinsame Projekte einfließen zu lassen. Mit Hilfe von koordinierten Marketing- und PR-Maßnahmen informieren INFABB und seine Mitglieder die Öffentlichkeit und die Politik – Ziel ist es, zum Meinungsführer beim Thema "innovative Antriebe" zu werden und die hohe regionale Bedeutung des Themas in Berlin und Brandenburg bekannt zu machen.
Die Diskussion um den Klimawandel, die zunehmende Verknappung fossiler Rohstoffe sowie die immer schärferen Emissionsvorschriften weltweit sind die Rahmenbedingungen, mit denen sich die Automobilindustrie heute auseinandersetzen muss. Nachhaltige Mobilität ist nur möglich, wenn modernste Technologien entwickelt und serienreif gemacht werden, die den „ökologischen Fußabdruck“ des Verkehrs so klein wie möglich machen. Diese Entwicklung vollzieht sich allerdings nicht in Sprüngen, sondern verläuft eher evolutionär – darum werden bekannte Antriebskonzepte wie der Verbrennungsmotor noch lang parallel zu neuen Ansätzen eingesetzt werden. Ziel innovativer Fahrzeugentwicklung muss es darum sein, neben neuen Technologien auch die bekannten Otto- und Dieselmotoren weiter zu entwickeln und den Einsatz neuer umweltverträglicher Kraftstoffe zu ermöglichen.

INFABB wird bei seiner Arbeit diese Schwerpunkte setzen:
  • Optimierung des Verbrennungsmotors, beispielsweise durch verbesserte Brenn­verfahren, neue Materialien und alternative Kraftstoffe. Neue Ansätze wie Direkt­einspritzung haben schon in der Vergangenheit zu bedeutend besseren Wirkungsgraden geführt. Diese Entwicklung ist beim Diesel- und insbesondere beim Ottomotor noch nicht abgeschlossen.
  • Hybridantriebe: Sie sind ein logischer Zwischenschritt hin zum Elektroantrieb. Viele Fragen sind aber noch offen – zum Beispiel nach der optimalen Kombination aus klassischer Verbrennung und Elektromotor. Zudem wirft das Konzept neue Fragen auf, etwa nach der Sicherheit bei einem Unfall (hohe Batteriespannungen von bis zu 400 Volt).
  • Elektroantriebe: Ihnen gehört langfristig die Zukunft – bis dahin müssen aber noch viele Probleme gelöst werden. Es fehlt ebenso an kostengünstigen Batterien mit ausreichender Kapazität wie an der Infrastruktur für ihre „Betankung“. Auch die Brennstoffzelle hat hier gute Chancen, ist aber ebenfalls noch weit von der Serienreife entfernt.
Alle genannten Felder werden von Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus Berlin und Brandenburg bearbeitet. INFABB bietet ihnen eine Basis für eine erfolgreiche Zusammenarbeit und Wertschöpfung in der Region.